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Rauchen aufgeben
 
Verdacht widerlegt: die Nikotinentwöhnung mit Unterstützung von Medikamenten wie Varenicline oder  Bupropion erhöht das Suizid-Risiko im Vergleich zu den konkurrierenden Nikotin-Ersatztherapien  nicht.

 

Da Rauchen das Risiko für zahlreiche lebensbedrohliche Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenkrebs drastisch erhöht, wird die Entwöhnung vom Zigarettenrauchen von der Mehrheit aller Ärzte Rauchern dringend empfohlen. Da Nikotin ein extrem hohes Suchtpotential hat, ist diese angestrebte Entwöhnung allerdings nur schwer zu erreichen. Zahlreiche Therapien werden empfohlen. Die Rückfallgefahr ist aber bei allen Therapieverfahren mit bis zu 90% extrem hoch.
Neben der Nikotin-Ersatztherapie werden unter anderem auch Medikamente wie Varenicline oder  Bupropion eingesetzt, die aufgrund ihrer direkten Interaktionen mit den Nikotin-Rezeptoren des Gehirns die Nikotinentwöhnung unterstützen können.

Varenicline ist unter dem  Namen Champix® auch in deutschen Apotheken zu erhalten und der Wirkstoff Bupropion ist als Elontril ®,  Wellbutrin® bzw. Zyban® zur Nikotinentwöhnung zugelassen.
Diese Substanzen standen aber von Anfang an aufgrund von Warnmeldungen unter dem wenig substantiierten Verdacht, bei den Rauchern während der Anwendung in der  Nikotinentwöhnungszeit  das Selbsttötungsrisiko deutlich zu erhöhen. Über die Gründe für diesen vermuteten Zusammenhang zwischen Einnahme der Wirkstoffe und den beobachteten Selbsttötungen wurde viel spekuliert, aber überzeugende Beweise für die Vermutungen konnten nicht vorgelegt werden.

Doch nun gab eine Wissenschaftlergruppe in einer im renommierten Fachblatt British Medical Journal veröffentlichten wissenschaftlichen Studie Total-Entwarnung. Analysiert wurden von ihnen die Daten von rund 120.000 Frauen und Männern, die sich darum bemüht hatten das Rauchen aufzugeben. 81.000 (68.2%) Studienteilnehmer benutzten hierfür ein Nikotin-Ersatzprodukt und 7.000 Raucher nahmen Bupropion (5.6%) und 31.000 Varenicline (26.2%) ein.

Es zeigte sich, dass es in 92 Fällen zu Selbsttötungen, bzw. versuchten Selbsttötungen gekommen war. Das entspricht 326.5 Ereignissen pro 100.000 Personen-Jahren. Die Forscher konnten aber keinen Unterschied zwischen den Patienten der Nikotin-Ersatz-Gruppe und den Anwendern  von  Bupropion und Varenicline finden. Nahezu identisch war auch in beiden Gruppen die Zahl der Studienteilnehmer, die wegen einer Depression medikamentös behandelt wurden. 
Damit können nun die Wirkstoffe Bupropion und Varenicline ohne Bedenken angewandt werden. Ihre Wirkung entspricht in etwa jener der Nikotin-Ersatztherapie bzw. der auch weit verbreiteten Anwendung einer Verhaltens-Therapie.

Quelle: British Medical Journal

 

Mehr Informationen zu diesem populären Themenumfeld finden Sie auf diesen Websites:

www.evidence-based-medicine.info
www.medikamente-news.medizin-2000.de
www.rauchenentwoehnung.natuerlich-heilen.de


Der nachfolgend dargestellte Text wurde in der werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben zu dieser Lizenz finden Sie hier.
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Thema Bupropion




Thema Varenicline

  
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