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Schmerztherapie mit Paracetamol: Kopfschmerzen verleiten die Betroffenen oft zu einer gefährlichen Übertherapie. Ärzte warnen seit langem:  besonders das in der Apotheke ohne Rezept frei käufliche Paracetamol verursacht bei Überdosierung schnell lebensgefährliche Leberschäden.

Frei verkäufliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen oder  Azetylsalizylsäure (ASS = z.B. Aspirin )  verleiten Schmerzpatienten oft zu einer gefährlichen Übertherapie. Diese gehen wohl fälschlicherweise davon aus, dass Wirkstoffe die ohne Rezept abgegeben werden,  ungefährlich sind. Das Motto scheint daher auch auch bei den Konsumenten von Paracetamol zu lauten "Viel hilft viel".  
Das Problem mit Paracetamol ist aber die
geringe Spanne zwischen verträglicher und giftiger Dosis. Eine Tablette Paracetamol enthält in Deutschland im Regelfall 500 Milligramm Wirkstoff. Daher können - je nach Körpergewicht und Gesundheitszustand  - bereits 12 bis 16 Tabletten zu lebensbedrohlichen Leberschädigungen führen. Eine wirksame Vorsichtsmaßnahme um derartigen gefährlichen Vergiftungen zumindest teilweise vorzubeugen,  war die Einführung kleiner Packungsgrößen. Seit 2009 dürfen deutsche Apotheker die Tabletten ohne Rezept nur noch in Schachteln mit maximal 20 Tabletten (zehn Gramm) verkaufen.

Jetzt hat ein Forscherteam untersucht, wie sich die 1998 in Großbritannien vom Gesetzgeber eingeführten kleineren Packungsgrößen für Paracetamol in den vergangenen Jahren ausgewirkt haben.  In der im "British Medical Journal" veröffentlichten Studie wiesen sie darauf hin, dass die Sterblichkeit nach Paracetamol-Vergiftung seit der Gesetzesänderung um 43% zurück gegangen ist - insgesamt konnten im Zusammenhang mit der Einnahme von Paracetamol geschätzt mindestens 990 Menschenleben gerettet werden.  Zusätzlich gingen auch die Vormerkungen für aufgrund von Paracetamol-Vergiftungen  erforderliche Lebertransplantationen um 61% zurück.  Da Paracetamol aber weiterhin eine wichtige Ursache für gefährliche  Vergiftungen darstellt, empfehlen die Forscher dringend,  weitere Vorsichtsmaßnahmen zu diskutieren.

 

Quelle: British Medical Journal 2013
Zur Originalquelle:  hier  (Zusammenfassung in englischer Sprache)

   


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