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15.11.2017


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Deutschland dreht ein großes Ding: Eine Nationale Kohortenstudie (NaKo) peilt 200.000 Teilnehmer an. Sie dient der Langzeitbeobachtung der Gesundheit der Studienteilnehmer und soll dabei helfen, bisher unbekannte Risikofaktoren zu identifizieren

Nach jahrelanger Planung und Vorbereitung geht NaKo, die Nationale Kohorte, jetzt an den Start. Das Programm ist ambitioniert. Bis erste Ergebnisse vorliegen, dürften jedoch erst mal einige Jahre ins Land ziehen.

Nationale Kohortenstudien sind rar und unterscheiden sich grundlegend von den in großen Abständen durchgeführten Gesundheitssurveys. Hier geht es nämlich nicht um eine Momentaufnahme, sondern um eine Langzeitbeobachtung. Erst dadurch wird es möglich, gezielt nach bestimmten Risikofaktoren zu fahnden und bislang unbekannte Zusammenhänge aufzudecken.

„Die Mutter aller Kohorten, die in den 1950er Jahren begonnenen und mittlerweile in der dritten Generation fortgeführte Framingham-Studie, hat wesentliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Medizin gebracht“, erläuterte Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Essen, Mitinitiator von NaKo. So war bis dato die Bedeutung des hohen Blutdruck als Risikofaktor weitgehend unbekannt. Bisher gibt es in Deutschland bereits einige Kohorten-Studien wie KORA oder MAS. Aber sie beziehen sich auf kleine, spezielle Gruppen.

Die Nationale Kohorte will mehr. Und sie wird riesige Datenmengen erheben. Geplant ist die Aufnahme von 200000 Teilnehmern im Alter von 20 bis 69 Jahren. 18 Zentren sind daran beteiligt. Die Auswahl der Personen erfolgt durch die Einwohnermeldeämter. In einem ersten Anschreiben wird um die Teilnahme gebeten und das Prozedere erklärt. Wer mitmacht, wird zu einer ersten Befragung und diversen Untersuchungen eingeladen. Dies dauert etwa drei Stunden. Dabei werden unter anderem Blut-, Urin- und Speichelproben eingesammelt. Ein Teil der Probanden kann sich einer einstündigen Ganzkörper-MRT-Untersuchung unterziehen. Die erste Nachuntersuchung soll im Abstand von fünf Jahren erfolgen. In der Zwischenzeit wird aber einmal schriftlich der Gesundheitsstatus abgefragt.

Besonders großen Wert legt man auf die Datensicherheit. Alles wird so verschlüsselt, dass ein Zusammenführen von Untersuchungsergebnissen mit dem jeweiligen Probanden nur durch mehrere, genehmigungspflichtige Schritte möglich wird. Und noch ein wichtiger Gesichtspunkt wird berücksichtigt: Das Recht auf Nichtwissen: werden bei den Untersuchungen neue Krankheiten oder Risikofaktoren entdeckt, erfährt der Proband nichts, wenn er es nicht wissen will. Ausgenommen davon sind akut lebensbedrohliche Situationen.

Bislang sind die ersten fünf Jahre der Unternehmung durchgeplant und finanziell abgesichert. Doch setzt man sich ehrgeizige Ziele und möchte die Kohorte wenigstens 20 bis 30 Jahre lang beobachten. Der erste Erfolg liegt schon vor, denn bereits zum Halbjahr waren 15.000 Personen rekrutiert – deutlich mehr als man gehofft hatte.

Dr. med. Ulrike Röper

Quelle: Medizinjournalisten-Stammtisch, München 2014

 



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